Auf dem derzeit kleinsten deutschsprachigen Kreuzfahrtschiff am Markt, der MS Hamburg von Plantours Kreuzfahrten, machte sich am 12. Februar 2025 eine Gruppe Reiseprofis daran, die Schönheiten der Kanaren und Kapverden zu entdecken.
Nach der Ankunft mit TUIfly auf Teneriffa ging es direkt zum Hafen von Santa Cruz de Tenerife zur Einschiffung. Empfang und Check-in, der an Bord in der Lounge stattfand, hatten schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Beginn einer bekannten ZDF-Serie, was der besonders familiäre Atmosphäre des Schiffs zuzurechnen ist. Das Schiff hat eine Kapazität von maximal 400 Passagieren und lediglich sieben Decks, sodass man sich schnell heimisch fühlt.
Am Abend hieß es dann „Leinen los“ für die Fahrt zum ersten Stopp, der grünen Perle der Kanaren: La Gomera. Die Gruppe hatte im Rahmen eines Tagesausflugs die Gelegenheit die unterschiedlichen Facetten der Insel zu erkunden. Von bergigen Landschaften, einem Paradies für Wanderer, bis hin zum nebligen Urwald zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Allerdings, so erklärte Maike, die als Touristen- und Wanderführerin der Gruppe die Insel näherbrachte, merkt man inzwischen enorm den Klimawandel und die damit einhergehende Trockenheit. Ob und wie die derzeit im Bau befindliche Meerwasserentsalzungsanlage hier Entspannung bringen wird, bleibt abzuwarten.
Die beiden folgenden Tage befand sich die MS Hamburg auf See, um die rund 1.000 Kilometer lange Strecke zu den Kapverden zurückzulegen. Die Gruppe nutze die Zeit zur ausgiebigen Erkundung des Schiffs, einer interessanten Führung auf der Brücke sowie Produktpräsentationen, um viel Stoff für zukünftige Beratungen zu erhalten.
Erster Stopp auf den Kapverden war die kleine Insel São Nicolau. Da hier nur ungefähr 2.000 Touristen pro Jahr gezählt werden, war es gar nicht so einfach, eine Destinationserkundung zu organisieren. Dank Ulrike Wolfert, einem Mitglied der Gruppe, hatten die Reiseprofis eine großartige ganztägige Inseltour inklusive eines typisch kreolischen Mittagessens, bei dem auch die Früchte des Landbaus der Insel – Kartoffeln, Süßkartoffeln, Rote Beete, Bananen, Papaya, Maracuja – gekostet werden konnten.
Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen – so der Beginn eines bekannten Zitats von Matthias Claudius. Die Gruppe wird noch lange von dieser speziellen Reise erzählen, denn sie nahm am 17. Februar eine unerwartete Wendung: Aufgrund starker Wind- und Wellenverhältnisse konnte die MS Hamburg die Kapverden-Insel Boa Vista nicht anlaufen, wo die Ausschiffung zur Rückreise geplant war. Der Kapitän entschied, aus Sicherheitsgründen, stattdessen Praia, die Hauptstadt der Hauptinsel Santiago, anzufahren. Da es wegen begrenzter Flugkapazitäten keine direkte Rückreise gab, bedeutete das für die Gruppe eine unerwartete Reiseverlängerung.
Während das Frankfurter Büro der Stiftung die Rückreise plante, kümmerten sich die Profis von Olimar um die notwendigen Hotelübernachtungen. Plantours organisierte spontan eine halbtägige Inselrundfahrt mit Jeeps – so konnte die Gruppe noch weitere faszinierende Einblicke von Santiago gewinnen. Neben malerischen Badebuchten hat die Insel auch wilde Natur zu bieten.
Von Praia ging es dann mit der Cabo Verde Airlines nach Boa Vista bzw. Sal und von dort aus mit der TUIfly zurück nach Deutschland. Mit drei Tagen Verspätung waren dann am 21. Februar 2025 wieder alle Reisenden zurück in der Heimat – mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck und neuen Ideen für die Beratung am Counter.
Michael Luh (auf dem Foto 2. v.r.)
Sightliving Reisestudio, Liederbach/Ts.